Atelier Hennin-Einfach schön!
Kopfbedeckungen und Gewandung
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Die Rückansicht einer Basler Bürgerin ist ein kostümgeschichtlicher Leckerbissen, den Holbein der Nachwelt überliefert hat.

Auch Dürer hat uns reichlich Material zum Nachdenken  gegeben.....Meine Hauben sind nicht ganz so ballonartig!

Hier hat Dürer seine Mutter porträtiert. Nach diesem Gemälde wurde das folgende Komplettkostüm angefertigt.



Mein Vorschlag für eine einfache bürgerliche Kopfbedeckung, wie sie vielleicht eine ehrbare Dienstmagd getragen haben könnte.

Der im Mittelalter "erfundene" Sturz war  übrigens in Nürnberg bis Mitte des 16. Jahrhunderts (!) per Kleiderverordnung ehrbaren Frauen vorgeschrieben....bis sie sich das nicht mehr gefallen liessen und sich tatsächlich durchsetzten!!! Der Sturz ist noch auf Gemälden von Anfang des 16. Jahrhunderts häufig zu sehen, meistens wird er von älteren Damen oder bedauernswerten Witwen getragen.

In der Renaissance kamen auch die Barette auf, sie wurden von allen Ständen und beiden Geschlechtern getragen.

Meistens trug man darunter eine enge Unterhaube, die sog. Calotte, oder ein Haarnetz ,an welchem dann das meist ausladende Barett befestigt wurde.

Für mein bürgerliches Kostüm  habe ich mir neben der "Dürer-Haube" noch ein Barett mit passender Unterhaube genäht.

Auch die Herren trugen Barette, aber auch mehr oder weniger aufwändig verzierte Kappen.

Haarnetze waren allgemein beliebt , hier ein Ausschnitt aus einem Gemäde des "Meisters der weiblichen Halbfiguren".

Nach diesem Gemälde habe ich diese Haube entworfen.

Ein weiteres, sehr edles Haarnetz.

Die mittel- und nordeuropäische Mode im 16. Jahrhundert geprägt hat auch die "French hood", welche angeblich Anne Boleyn nach ihrer Rückkehr aus Frankreich in England eingeführt und Heinrich VIII damit becirct hat....

Muss ich auch mal ausprobieren....wobei es nicht unbedingt Heinrich VIII sein muss!!! Ausführung aus  schwarzem Samt, schwarzem Chiffonschleier, Perlenborte und weisser Plisseeborte vorne.

Das Porträt einer weiteren Gemahlin Heinrichs VIII, Anna von Kleve, hat mich zu dieser Kopfbedeckung angeregt. Der feine weisse Schleier vor dem Gesicht taucht auf mehreren Abbildungen auf.


So auch auf diesem Stich von Israel van Meckenem. darunter mein "Nachbau".



Die Stuarthaube hat nicht Maria Stuart erfunden, aber sie hat sie sehr gerne getragen und ihr damit den Namen gegeben. Typisch für diese Form der Kopfbedeckung ist der herzförmig geschwungene vordere Rand.

Eine etwas andere Version....

Eine meiner ersten Arbeiten war ein Haarnetz im Stil der italienischen Renaissance.

Die neuere Version aus weisser Wildseide sieht so aus! Der künstliche Zopf ist auf vielen Gemälden zu sehen.

Das dazu passende Kleid habe ich ebenfalls genäht

Der Balzo ist ebenfalls typisch italienisch, wobei eine Ähnlichkeit mit den süddeutschen Hauben aus derselben Zeit besteht.

Hier trage ich zu einem italienischen Renaissancekleid ebenfalls einen Balzo.

Schon ein bißchen ins Reich der Fantasie gehört diese nach Motiven der italienischen Renaissance gestaltete Kreation mit einem gestickten Granatapfelmotiv.

Ein Kopfschmuck mit Reiherfedern im Stil der elisabethanischen Ära mit Fantasyeinschlag

Kappe mit Halskrause im strengen  Stil der spanischen Renaissance.


 
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