Atelier Hennin-Einfach schön!
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Ein Stoffschapel, wie er in der Manessischen Liederhandschrift zu sehen ist.

Eine hochmittelalterliche Kappe, wie sie zum Beispiel auch die Uta vom Naumburger Dom trägt.

Etwas später, ab ca. 1350, wurden sog. Kruseler getragen. Das waren Schleier mit einem gekräuselten Rand. Es wird heftig diskutiert, ob die Rüschen angesetzt waren oder ob z.B. der Stoff an den Kanten besonders gewebt war. Meine Varianten verfügen über angesetzte Rüschen.

Vielfach übereinandergelegter Kruseler aus feinem Wollstoff und komplett von Hand gelegten Rüschen.

Ca. 50 Jahre später kam , anscheinend vorwiegend in Süddeutschland, das Gefrens auf, ein am Schapel oder der Haube befestigter Fransenbesatz. Es hielt sich bis Ende des 15. Jahrhunderts. Ein Foto dafür folgt noch.

Die Schapel waren Blumenkränze oder aus Stoff bzw. Metall gefertigt. Eine kronenähnliche filigrane Optik ist mit Borten zu erreichen.Das Schapel wurde kombiniert mit Schleiern, Haarnetzen oder kunstvoll geflochtenen Frisuren. Übrigens wurde das Schapel noch bis ins 16. Jahrhundert als Kopfschmuck bei feierlichen Anlässen von Männern und Frauen getragen!

Das Schapel wurde kombiniert mit Schleiern, Haarnetzen oder kunstvoll geflochtenen Frisuren. Übrigens wurde das Schapel noch bis ins 16. Jahrhundert als Kopfschmuck bei feierlichen Anlässen von Männern und Frauen getragen!

Während des ganzen Mittelalters wurden kunstvoll um den Kopf geschlungene Tücher bzw. Schleier getragen und das sowohl vom einfachen Volk

bis zum/zur Adeligen. Der Rand dieses Kopftuches ist gezaddelt.Die Zaddelung ist eine spätmittelalterliche Erscheinung, wobei die Ränder gezackt, zinnenförmig oder rund waren. Manchmal waren auch die Zaddeln ihrerseits gezaddelt....

Hier ein "echter" Chaperon, d.h. nicht  eine anders herum aufgesetzte Gugel. Ich habe ihn komplett aus Samt gemacht, mit einer langen Liripipe/Sendelbinde.

Ein weiterer, aufwändig bestickter Chaperon aus Samt und Brokat

Stickerei im Detail

Hier ein Modell "geschwollener Hahnenkamm" aus roter Schurwolle

Kopfbedeckungen diesen Stils waren bei Damen und Herren gleichermaßen beliebt, hier aus Wolle und einem altsilberfarbigem Zierelement für einen Herrn 

Nun beginnt auch die Zeit der exaltierten Kopfbedeckungen, angeführt ab ca. 1350 von den Crespinettes. Ich habe sie hier aus Metall und mit Stoff unterlegt gestaltet.

Bei dieser Ausführung sind die Schmuckteile an der Unterhaube aufgenäht.

Hier im Detail:

Die Krone ist mit Wachsperlen und echten Granatsplittern bestickt.

Für Damen mit längeren Haaren ist diese Version gedacht. Hier sind die zu Schnecken gedrehten Zöpfe sichtbar.



Eine weitere, sehr gelungene Crespinette, welche der Dame ausserordentlich gut steht!.

Templettes waren vor allem in England und Frankreich populär, entweder als geflochtene Zöpfe oder in Form metallener und edelsteinverzierter Röhren. Meine Templettes wurden aus Stoff aufwändig nachgebildet.

Hier mit einer breiteren Krone aus Wildseide und mit Wachsperlen sowie Halbedelsteinen verziert..

Als Synonym für Mittelalter gilt der Hennin, obwohl Europa schon an der Schwelle zur Renaissance stand. Ihn hat die bayerische Prinzessin Isabeau in Frankreich angeblich eingeführt . Es gab sie in allen Formen, spitz wie ein Zuckerhut,

oder mit zwei Hörnern, die Fantasie der Damen war unerschöpflich.



Ein Hennin für die Agnes-Bernauer-Festspiele Straubing in der Rückansicht.



Hier mein "Nachbau" obiger Haube der Frau eines Händlers.

Auch das ist meine Interpretation einer Hörnerhaube für eine Städterin.

Nach dem Gemälde von Petrus Christus

ist dieser Hennin entstanden.

Ähnlicher Hennin mit angestecktem Schleier. Ein sehr schönes Kundenfoto damit ist in meiner Galerie zu sehen.

Einer flämischen Miniatur aus dem 15. Jahrhundert habe ich diese Form des Kopfschmucks entnommen.

Hier im Detail...

Wunderschön sind auch die fanzösischen Wandteppiche aus dem Einhornzyklus. Sie haben mich zu dieser Haube inspiriert. Sie ist aus blauem Samt mit Goldstickerei und einer mit Wachsperlen und Svarowskiperlen bestickten  Brokatborte. Ein sehr edles und aufwändiges Stück.


Ebenfalls flämisch ist diese Art der Hauben, man sieht sie u.a. auch auf  Gemälden von Brueghel.

Ebenfalls flämisch ist diese Art der Hauben, man sieht sie u.a. auch auf  Gemälden von Brueghel.

Hier meine Version aus Leinen. Sie besteht aus einer Unterhaube und einem daran befestigten Schleier.




Die vorallem durch Holbein und Dürer bekannten Ballonhauben habe ich der Renaissance zugeordnet. Dort gehts weiter!


 
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